…wie machen wir es richtig …
 

Wir konnten uns in den letzten Monaten ein klares Bild der Situation machen und möchten alle Helfer bitten, zunächst folgende Punkte zu bedenken:

 

Um die Sicherheit der Flüchtlinge nicht zu gefährden, bitten wir dringend darum, nicht einfach in die Heime hinein zu gehen. Wir sollten Verständnis auch den Sicherheitsbehörden gegenüber haben, dass hierdurch eine große Gefahr ausgehen würde. Viel eher macht es Sinn, den Flüchtlingen Ihre Privatsphähre zu lassen und Sie wie jeden anderen Freund von "draußen" anzusprechen.

Um alles in Ruhe abwickeln zu können, haben wir ein Paten-Modell entwickelt, welches allen Helfern die Möglichkeit gibt, die jetzt wirklich notwendigen Dinge einfach und ohne Stress herbeizuholen.

 

Jeder Flüchtling der eintrifft, wird zunächst durch einen Arzt untersucht und seine Daten müssen die Mitarbeiter der Stadt aufgenommen werden. Mehr Zeit bleibt an diesem Tag nicht. Das offizielle "INTERVIEW" für die Asylbeantragung erfolgt zu einem oftmals viel späteren Zeitpunkt.

 

Nach der anstrengenden Reise und dem o. g. Procedere möchten die Flüchtlinge sicherlich erst einmal schlafen und "ankommen". Dafür sollten wir Verständnis haben!!!!

Am nächsten Tag ist die richtige Zeit, um sich nach entsprechender Absprache vor dem jeweiligen Heim zu treffen und sich gegenseitig kennenzulernen. (Diese Informationen werden wir über unseren Verteiler gekannt geben.) 

 

Viele Flüchtlingen sprechen noch kein Deutsch, einige sprechen Englisch und wir werden versuchen einige Flüchtlinge aus anderen Heimen zu bitten, uns bei diesen ersten Treffen sprachlich zu unterstützen.

 

Kleidung, Spielzeug oder anderes Utensil bitten wir an diesem Tag auch noch zuhause zu lassen. Die Paten, die sich am Kennenlerntag vorstellen, können später gemeinsam mit Nachbarn alles Notwendige für die Flüchtlinge zusammenstellen und auf diese Weise sehr gezielt sicherlich die Wünsche eines jeden Flüchtlings erfüllen.

 

Wir sollten alles in Ruhe angehen lassen. Es werden noch viele Flüchtlinge kommen, die unsere gemeinsame Unterstützung brauchen. "In der Ruhe liegt die Kraft"!!!!

 

Die AWO bzw. die Verbände im Allgemeinen wünschen sich als Profis, die Ehrenamtler zu schulen und anzuleiten, was wir persönlich als sehr positiv ansehen. Wissen hat noch nie geschadet und hilft uns sicherlich beim Umgang mit den uns noch unbekannten Situationen.

 

Wir möchten jedoch unsere oftmals schon sehr erfahrenen Ehrenamtler nicht damit erschrecken, zunächst eine "Ausbildung" zu machen und freuen uns, wenn ein Ehrenamtler sich erst einmal einfach durch uns mitnehmen läßt. Der Wunsch nach Weiterbildung ist bei uns selbst auch später erst entstanden, da man schnell seine eigenen Grenzen erkennt und sich dann über professionelle Hilfe und eine Schulung sehr freut.

 

Wir sind sehr froh, dass die Verbände uns in Notsituationen mit Rat und Tat zur Seite stehen.